Resonanz

Resonanz – Natürliche und künstliche Frequenzen im modernen Alltag
Warum uns die Natur sofort beruhigt
Hast du dich jemals gefragt, warum dich das Rauschen der Wellen oder das Zwitschern der Vögel sofort entspannt?
Die Natur sendet kontinuierlich Schwingungen aus, die uns tief berühren. Sie ist voller Klänge, die auf uns beruhigend, erdend und harmonisierend wirken. Diese akustische und elektromagnetische Frequenzen können dir helfen, Stress abzubauen und neue Energie zu tanken.
Unser Nervensystem ist evolutionär darauf ausgerichtet, diese rhythmischen Muster zu erkennen und zu verarbeiten.
„Nature alone cures.“
– Florence Nightingale, Notes on Nursing, 1859Zu deutsch: "Die Natur allein heilt."
Studien zeigen, dass Naturgeräusche:
- den Parasympathikus aktivieren
- die Herzfrequenz senken
- Stresshormone reduzieren
- Erholung und Konzentration fördern
Naturklänge sind keine Wellness-Illusion. Sie sind sensorische Reize, mit denen unser Organismus seit Jahrtausenden vertraut ist.
Was sind Frequenzen überhaupt?
Eine Frequenz beschreibt die Anzahl von Schwingungen pro Sekunde und wird in Hertz (Hz) gemessen.
Beispiele für natürliche akustische Frequenzquellen:
- Meeresrauschen
- Wind in Bäumen
- Vogelgesang
- fließendes Wasser
Diese Klänge bestehen aus komplexen, nicht monotonen Mustern. Sie sind dynamisch, breitbandig und rhythmisch – Eigenschaften, die unser Nervensystem als „natürlich“ interpretiert.
„Natural environments engage the mind effortlessly, allowing directed attention to rest and recover.“
– Rachel & Stephen Kaplan, The Experience of Nature, 1989Zu deutsch: „Natürliche Umgebungen beanspruchen den Geist mühelos und ermöglichen es der zielgerichteten Aufmerksamkeit, sich zu erholen.“
Hörbare vs. elektromagnetische Frequenzen
Es ist wichtig zu unterscheiden zwischen ionisierende und nicht-ionisierende Frequenzen. (Dazu werden wir bald einen gesonderten Artikel herausbringen). Genauso zwischen:
Akustische Frequenzen (Schall)
- werden über das Ohr wahrgenommen
- beeinflussen direkt Herzfrequenz, Atmung und Stressreaktion
Elektromagnetische Frequenzen (EMF)
- gehören zum elektromagnetischen Spektrum
- umfassen sichtbares Licht, Infrarot, Radiowellen und natürliche Resonanzen
Beides sind physikalische Schwingungen – sie wirken jedoch über unterschiedliche biologische Systeme.
Die Schumann-Resonanz – der elektromagnetische Grundton der Erde
Eine bekannte natürliche elektromagnetische Frequenz ist die sogenannte Schumann-Resonanz.
Sie liegt im Durchschnitt bei etwa 7,83Hz und entsteht durch stehende elektromagnetische Wellen zwischen Erdoberfläche und Ionosphäre. Die Frequenz 7,83Hz liegt im Bereich der Theta- und unteren Alpha-Gehirnwellen und wird Zustände der Entspannung, Kreativität und innerer Ruhe assoziiert.
Der Physiker Winfried Otto Schumann berechnete dieses Resonanzphänomen 1952 theoretisch; es wurde später experimentell bestätigt.
The Earth and the ionosphere form a resonant cavity for electromagnetic waves.“
– Winfried Otto Schumann, 1952Zu deutsch: „Die Erde und die Ionosphäre bilden einen Resonanzraum für elektromagnetische Wellen.“
Solfeggio-Frequenzen – Tradition und moderne Interpretation
Neben natürlichen Umweltfrequenzen werden in Musik und Meditation bestimmte Tonfrequenzen wie 396Hz, 417Hz oder 936Hz verwendet. Diese sogenannten Solfeggio-Frequenzen gelten in manchen Traditionen als harmonisierend.
Historisch stammen Solfeggio-Tonleitern aus dem Mittelalter. Die heute populären, exakt definierten Hertz-Zuordnungen sind jedoch eine moderne Interpretation. Wissenschaftlich ist nicht belegt, dass einzelne spezifische Zahlen isoliert eine bestimmte biologische Wirkung entfalten.
Gut erforscht ist hingegen, dass rhythmische, repetitive Klangmuster:
- Herz- und Atemfrequenz synchronisieren
- Stressreaktionen reduzieren
- neuronale Aktivität beeinflussen
Die Wirkung entsteht durch Resonanz, Wiederholung und neuronale Synchronisation – nicht durch eine einzelne isolierte Zahl.
Was ist Strahlung und wo beginnt Elektrosmog?
Strahlung bezeichnet die Ausbreitung von Energie durch den Raum. Sie kann natürlichen Ursprungs sein – etwa durch Sonnenlicht oder das elektromagnetische Feld der Erde – oder künstlich durch moderne Technologien erzeugt werden. Je höher die Frequenz einer Strahlung, desto kürzer ist ihre Wellenlänge und desto mehr Energie wird in kürzerer Zeit übertragen.
Grundsätzlich unterscheidet man zwei Formen:
- Nicht-ionisierende Strahlung ist Teil unserer natürlichen Umwelt. Sie umgibt unseren Planeten und ist für biologische Prozesse essenziell. Diese Strahlung besitzt nicht genug Energie pro Photon, um Elektronen aus Atomen herauszulösen. Sie befindet sich im unteren bis mittleren Frequenzbereich. Dazu zählen:
- Radiowellen (kHz–MHz)
- Mikrowellen (MHz–GHz)
- WLAN & Mobilfunk (ca. 800 MHz – 5 GHz)
- Infrarotstrahlung
- Sichtbares Licht
- Ein Teil der UV-Strahlung
- Ionisierende Strahlung hingegen besitzt genügend Energie, um Atome zu verändern. Die Erdatmosphäre schützt uns vor einem Großteil dieser Strahlung. Hier ist die Frequenz so hoch (ab etwa 10¹⁵ Hz aufwärts), dass einzelne Photonen genug Energie tragen, um Atome oder Moleküle zu ionisieren – also Elektronen zu entfernen. Dazu zählen:
- hochenergetische UV-Strahlung
- Röntgenstrahlen
- Gammastrahlen.
S. dazu die Abbildung (Elektromagnetisches Spektrum: Überblick über Frequenzbereiche von Radiowellen bis Gammastrahlen. Nicht-ionisierende Strahlung wie Mobilfunk und WLAN liegt im unteren Bereich des Spektrums, ionisierende Strahlung im hochenergetischen Bereich.)

Elektrosmog und technische Hochfrequenzen – eine differenzierte Betrachtung
Der Begriff Elektrosmog beschreibt künstlich erzeugte elektromagnetische Felder moderner Technologien – etwa durch WLAN, Mobilfunk oder elektrische Geräte. Diese Felder sind meist nicht sichtbar, wirken jedoch dauerhaft in unserem Umfeld. Während elektromagnetische Kräfte grundsätzlich ein natürlicher Bestandteil des Lebens sind, gibt es reichlich Studien, die belegen, dass diese bei Dauerexposition biologische Systeme beeinflussen kann, auch wenn offizielle Quellen die nicht-ionisierende Strahlung als nicht schädlich einstuft. Die langfristigen Auswirkungen technischer Hochfrequenzstrahlung werden wissenschaftlich untersucht.
Strahlung ist also allgegenwärtig – natürlich wie künstlich. Entscheidend ist nicht ihre bloße Existenz, sondern Art, Intensität und Dauer der Exposition.
Unser Alltag ist heute geprägt von technischen elektromagnetischen Feldern (EMF), darunter:
- Mobilfunk
- WLAN
- Bluetooth
- Mikrowellen
- Stromleitungen und Haushaltsgeräte
Diese Felder unterscheiden sich von natürlichen EMF in Intensität, Modulation, Strahlung und Dauerexposition.
Technische Hochfrequenzen sind evolutionär neu. Unser Organismus hatte kaum Gelegenheit, sich an diese Dauerbelastung anzupassen. Reduziere also sinnvoll dort, wo es geht:
- WLAN nachts ausschalten
- Handy gehört nicht ins Schlafzimmer
- Mikrowelle gehört genauso wenig in die Küche
- Abstand zu Routern und Stromquellen halten
- Handy nicht am Körper tragen und nie am Ohr, während du telefonierst
Mögliche Auswirkungen technischer EMF-Exposition
Die wissenschaftliche Diskussion rund um elektromagnetische Felder (EMF) ist komplex und noch nicht abschließend geklärt. Während viele internationale Behörden Grenzwerte als ausreichend ansehen, berichten zahlreiche Studien und Forscher über die biologische Effekte bei langfristiger, intensiver Exposition.
Folgende Symptome werden im Zusammenhang mit dauerhafter EMF-Belastung festgehalten, die je nach Hypersensibilitätsgrad unterschiedlich ausfallen:
- Anhaltende Müdigkeit und Erschöpfung
- Kopfschmerzen oder Migräne
- Schlafstörungen
- Konzentrations- und Gedächtnisprobleme
- Tinnitus (Ohrgeräusche ohne äußere Quelle)
- Erhöhte Stress- oder Angstempfindlichkeit
- Veränderungen der Herzfrequenzvariabilität
Für mehr Info kannst du den BioInitiative Report nachschlagen, welcher zahlreiche Studien zum Thema zusammenfasst und niedrigere Grenzwerte empfiehlt.
Verbindung zu Licht und zirkadianem Rhythmus

Frequenzen wirken nicht isoliert. Sie sind Teil eines größeren biologischen Systems. Licht, Klang, elektromagnetische Umweltbedingungen und zirkadiane Rhythmen greifen ineinander.
Mehr dazu findest du in unserem Artikel über Sonnenlicht, in dem wir die Bedeutung natürlicher Lichtfrequenzen für Nervensystem und Stoffwechsel vertiefen.
Mein Fazit
Im Alltag suche ich bewusst den Kontakt zu natürlichen Klängen. Wenn ich am Meer bin, lausche ich dem rhythmischen Rauschen der Wellen – dieses stetige Kommen und Gehen bringt meinen Atem zur Ruhe und ordnet meine Gedanken.
Es sind kleine Rituale – aber sie erinnern mich daran, dass mein Nervensystem auf natürliche Rhythmen reagiert.
Denn je natürlicher und je öfter wir diese Naturfrequenzen wahrnehmen, desto weniger Stress entsteht im System.
Du musst nicht am Meer leben, um die Wirkung natürlicher Frequenzen zu nutzen und dich vor schädlichen Frequenzen zu schützen. Was ich in meinem Alltag integriert habe:
- Ich öffne regelmäßig die Fenster zuhause, im Auto oder im Büro, damit natürliches Licht die Räume flutet, wo ich mich aufhalte
- Ich gehe im Grünen spazieren und höre dabei die Naturklänge bewusst
- Ich trage das Handy nie direkt am Körper und telefoniere stets mit Lautsprecher oder Kopfhörer (KEIN Bluetooth, keine kabellose Kopfhörer)
- Ich schalte abends das WLAN aus
- Ich stelle mein Handy nachts auf Flugmodus und packe ihn in eine Schutzhülle, welche die Strahlung komplett blockiert
- Mein Laptop ist stets über LAN Kabel ans Internet verbunden während ich damit arbeite
- Ich trage am Körper und schütze mein Zuhause mit Technologien, die den Elektrosmog harmonisierend bzw. ausgleichen. Es gibt einige Hersteller, die solche Technologien anbieten
Nicht immer haben wir die Möglichkeit, sofort ans Meer oder in den Wald zu gehen. Doch wir können bewusst Klangräume schaffen, die unserem Nervensystem Ruhe signalisieren.
Probiere es aus: Reduziere Reize, suche bewusst natürliche Klänge und beobachte, wie dein Körper darauf reagiert. Echte Regeneration beginnt nicht im Außen – sondern im bewussten Lauschen.
👉 Auf unserem Spotify-Profil findest du die Playlist „Natural Essence“ – eine kuratierte Auswahl naturinspirierter Klanglandschaften, sanfter Frequenzräume und ruhiger Musik, die dich im Alltag begleiten können.
Sie ersetzt keinen echten Naturkontakt.
Aber sie kann eine Brücke sein – zurück zu mehr Rhythmus, Weite und innerer Ordnung.
Quellen:
📘„Nature alone cures.“- Florence Nightingale, Notes on Nursing, 1859
📘"Über die Strahlungslosen Eigenschwingungen einer leitenden Kugel, die von einer Luftschicht und einer Ionosphärenhülle umgeben ist" - Winfried Otto Schumann
Zeitschrift für Naturforschung A, 1952
📘"The Experience of Nature" - Rachel Kaplan, Stephen Kaplan, 1989
